2011: Wintergartenumbau und Fotovoltaikanlage (5.7kWp)

Seit einigen Jahren mussten wir feststellen, dass unser Wintergarten wohl eher suboptimal konstruiert war.
Die Grundbalken waren nach nur 16 Jahren z.T. weggefault.
Nun begann auch die Seitenverglasung auf der Wetterseite undicht zu werden. Ganz nebenbei war diese verglaste Wohnraumecke die schlechtest isolierte Stelle an unserem Haus. Ca. 23% der gesamten Heizleistung ging dort verloren.

Also: Umbau mit folgenden Zielen:
– bedeutend bessere Isolation
– Verkleinerung der verglasten Flächen (zu heiss im Sommer)
– Fotovoltaikanlage auf der vergrösserten Dachfläche
– bessere Beschattung

Die Anlage wurde 2014 auf 8.1kWp erweitert. Mehr dazu hier.

Auswertungen und Statistiken zur Fotovoltaikanlage finden Sie hier

So sieht alles nach dem Umbau aus

Anfangs 2010 begann ich mit der Planung

Da ich das komplette Haus jeweils bei Erscheinen neuer CAD-Varianten Stock für Stock als Schulung in 3D aufgenommen hatte, war die Wunschform relativ schnell und detailliert geboren. Mein Pflichtenheft für den Umbau.

vorher
nachher

Eine schwierige Aufgabe war es, einen Wintergartenbauer für unser Projekt zu finden. Aus Erfahrung mit dem alten Holz-Wintergarten tendierte ich auf eine Metallkonstruktion. Ich musste aber schlussendlich einsehen, dass keiner der angefragten Metall-Wintergartenbauer fähig war, unsere Forderungen nach bester Isolation und sauberen Anschlüssen an die Holzkonstruktion des Hauses zu erfüllen.
Sehr enttäuschend war auch, dass auf mehr als die Hälfte unserer Anfragen nicht einmal eine Antwort kam (Sommer 2010).

Schlussendlich entschieden wir uns für eine Tragkonstruktion aus Holz und eine Trockenverglasung mit dem „BUG-Aluprofilsystem“
Wand- und Dachverglasung aus 3-fach-Glas mit einem U-Wert von 0.7W/m2K.
Eine Knacknuss waren die nicht verglasten Flächen, die ich wünschte. Sie sollten sehr gut isoliert sein, was scheinbar unüblich ist im Wintergartenbau. Gemeinsam mit dem flexiblen Holzbauer und dem Lieferanten der Verglasung fand sich dann die Lösung: Aussenverschalung mit beblechter, lackierter Paneele, 15cm Isolation und Innenverschalung mit weiss lackierter MDF-Platte. was einen U-Wert von ca. 0.25W/m2K ergibt.
Mit diesen Massnahmen können wir den Wärmeverlust im Wintergarten (pro Grad Temperaturdifferenz) von vorher 48 W auf 18 W vermindern.

Evaluation Fotovoltaikanlage Sommer 2010
(pdf-download „Pflichtenheft Fotovoltaik“)

Bedeutend ergiebiger war die Ausbeute unserer Anfragen zur Fotovoltaikanlage. Verschiedenste Konzepte wurden angeboten (Fiat bis Ferrari). Wir entschlossen uns dann, die momentan besten Module einzusetzen. Die ursprüngliche Forderung, mindestens unseren durchschnittlichen Jahresbedarf an Strom zu decken, erhöhten wir auf einen Deckungsgrad von 150%. Bereits bei der Planung unseres Hauses 1994, legte ich Wert auf eine optimal ausgerichtete Dachfläche zur Ernte von Sonnenenergie (die damals eingebauten 11 Quadratmeter thermische Kollektoren funktionieren auch heute noch tadellos und decken unsern Warmwasserbedarf von April bis Oktober). Diese optimale und beschattungsfreie Ausrichtung verspricht auch für die Fotovoltaikmodule einen sehr guten Gesamtwirkungsgrad.

Technische Daten der Fotovoltaikanlage:

18 monokristalline Module (ca. 29m2)   SunPower SPR-318-WHT-D
in 2 Strings à je 9 Module. (pdf-download Datenblatt)

2 Stk. Wechselrichter SMA Sunny Boy 2500HF montiert in der Garage (Herstellerlink)

Montagesystem CreoTecc (aufdach)

Höchstleistung Solargenerator: 5.72 kWp (DC)

Höchstleistung Wechselrichter: 5 kW (AC)

100% Netzeinspeisung mit KEV-Abnahme-Vertrag bis 2038

Lieferant der gesamten Fotovoltaikanlage war die Firma Kabeltechnik aus Schinznach